Nicht jeder liebt Fliesen im Retro-Stil der 1970er-Jahre mit bunten Farben und Mustern oder steht auf Bahama-Beige und Manhattan-Grau aus den 1980er-Jahren. Jede Epoche hinterlässt ihre Spuren. Zur Neugestaltung eines Badezimmers gibt es im Grunde aber nur zwei Möglichkeiten. Die alten Fliesen werden entweder entfernt und ersetzt oder sie werden mit neuen Fliesen überklebt. Doch wie kann man alte Fliesen einfach überkleben?
Der Untergrund muss sauber und fettfrei sein
Es ist überhaupt kein Problem, einen Wand- oder Bodenbelag zu überkleben. Du musst allerdings den Untergrund entsprechend vorbereiten. Die alten Fliesen werden zuerst geprüft. Risse auf den Platten oder fehlende Fugen musst du auffüllen und verspachteln. Die benötigte Spachtelmasse ist im Baumarkt erhältlich. Danach müssen die Fliesen richtig gereinigt werden. Dies funktioniert einfach mit einem handelsüblichen Haushaltsreiniger, Essigessenz oder auch mit einem professionellen Fliesenreiniger. Wichtig ist, dass die Fliesen und Fugen frei von Fett, Staub und sonstigen Verschmutzungen sind.
Eine Grundierung sorgt für die richtige Haftung
Was der eigentliche Vorteil von Fliesen ist, wird jetzt zum Nachteil. Die Oberflächen der gebrannten und glasierten Keramikfliesen sind nicht besonders saugfähig. Zur weiteren Vorbereitung zählt daher die Grundierung der alten Fliesen. Im Handel sind für diesen Arbeitsgang spezielle Konzentrate erhältlich, die mit einem Pinsel oder mit einer Walze aufgetragen werden müssen. Durch das Grundieren erhält die Oberfläche des alten Fliesenbelags eine andere Struktur und die neuen Fliesen haften besser. Je nach Art der Grundierung muss der Vorgang wiederholt werden.
Für ein gutes Ergebnis benötigst du viel Material und gutes Werkzeug
Der Fliesenkleber wird mit dem Zahnspachtel aufgetragen
Ist die Grundierung abgetrocknet, beginnt die eigentliche Arbeit. Du benötigst einen Zahnspachtel, Fugenkreuze, Richtschnur, Flex-Kleber und neue Fliesen. Der flexible Kleber wird im Handel als Trockenmischung angeboten und muss angerührt werden. Da diese Kleber schnell aushärten, rühre nur kleinere Mengen an, die du innerhalb von etwa 20 Minuten verarbeiten kannst. Beginne mit dem Verlegen immer an der Außenkante mit ganzen Fliesen. Schneide an der Innenkante. Zuerst werden die Wandfliesen und dann die Bodenfliesen verlegt. Spanne nach dem Ausrichten der ersten Fliese die Richtschnur und setze das Fliesenkreuz. So erhältst du eine gleichmäßige Fuge. Entferne die Fliesenkreuze spätestens nach einer Stunde wieder.
Vergiss nicht, die Fliesen vor dem Verlegen abzumessen
Das Fugenmaterial wird mit dem Fugenbrett verteilt
Hast du deine Fliesen verlegt, ist erst mal Pause. Der Fliesenkleber benötigt 24 Stunden, bis er vollkommen ausgetrocknet ist. Da du einen flexiblen Kleber verwendet hast, solltest du auch flexibel verfugen. Flex-Fugenkleber ist im Handel genau im gewünschten Farbton erhältlich. Rühre das Fugenmaterial an und trage es mit einem Fugenbrett auf. Verwende auf dem Boden einen Gummischieber. Du musst in beiden Fällen diagonal zur Fuge arbeiten. Nachdem die Fugenmasse auf den Fliesen matt erscheint, beginnst du mit dem Ausschwemmen. Zum Abschluss verfuge nur noch die Anschlüsse mit einem Sanitär-Silikon.
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Pingback:Wasserabweisende Wandfarben für die Dusche im Überblick – Badratgeber.com 7. Dezember 2020
herzli3 3. Januar 2021
Danke für den Tipp für eine leichte aber wie ich finde effektive Möglichkeit, das Badzimmer zu renovieren.