Trockenshampoo ist eine wasserlose Methode, um die Haare zwischendurch aufzufrischen und ihnen Volumen zu verleihen. Superpraktisch! In vielen Badezimmern steht das scheinbar magische Zeug. Aber ist Trockenshampoo schlecht für die Haare?
Was ist Trockenshampoo?
Wunderst du dich auch, wie Trockenshampoo es schafft, deine Haare frisch, fluffig und sauber aussehen zu lassen, obwohl du dich der Dusche keinen Meter genähert hast? Der Grund, warum Haare mit jedem Tag fettiger aussehen, ist, dass die Haarfollikel Talg produzieren. Talg ist ein natürliches Öl, das das Haar weich macht und die Kopfhaut schützt. Leider beschwert es auch die Haare und lässt sie fettig aussehen. Durch Sport, Schwitzen, Umweltbelastungen und Berührungen mit den Händen kann das Haar zusätzlich an Frische und Volumen verlieren. Trockenshampoo gibt es als Spray und in Pulver-Form.
Viele greifen aus praktischen Gründen zum Spray. Dieser ist aber nicht unbedingt besser.
Trockenshampoo saugt das Öl auf. Dafür enthält es Wirkstoffe auf Alkohol- oder Stärkebasis. Weil das Trockenshampoo das Öl aufsaugt, erscheint dein Haar innerhalb kurzer Zeit voluminöser und sauberer, auch wenn dies nicht wirklich der Fall ist. Denn Trockenshampoo entfernt Öl und Schmutz nicht wie eine Wäsche mit Shampoo und Wasser. Zusätzlich enthält Trockenshampoo meist Duftstoffe, damit das Haar auch frischer riecht. Wenn keine Zeit für eine ausgiebige Haarwäsche bleibt, greifen viele zu Trockenshampoo. Zurecht?
Ist Trockenshampoo schlecht für die Haare?
Jein. Es kommt auf die Häufigkeit der Nutzung an. Die gelegentliche Verwendung von Trockenshampoo ist für die meisten Menschen unbedenklich und schadet dem Haar nicht. Eine zu häufige oder längere Anwendung kann jedoch zu Haarschäden und Kopfhautproblemen führen. Genauer gesagt sind Haarbruch, verstopfte Follikel und Haarausfall möglich. Für den Haarbruch ist hauptsächlich der enthaltene Alkohol verantwortlich. Alkohol trocknet das Haar aus und macht es brüchig. Beim Bürsten oder Stylen könnten dir deshalb mehr abgebrochene Haare auffallen.
Gelegentlich kannst du zum Trockenshampoo greifen, das sollte aber nicht zur Mode werden – deine Kopfhaut dankt es dir.
Wird Trockenshampoo zu häufig verwendet oder längere Zeit nicht ausgewaschen, kann sich das Produkt auf der Kopfhaut ansammeln und die Haarfollikel verstopfen. Zudem können Produktrückstände Infektionen mit Bakterien und Pilzen begünstigen. Bisher gibt es zwar keine Studien, die Trockenshampoo direkt mit Haarausfall in Verbindung bringen. Aber es gibt Studien, die zeigen, dass Haarausfall auf Probleme der Kopfhaut zurückgeht. Verstopfte Haarfollikel behindern das Haarwachstum und eine aus der Balance geratene oder erkrankte Kopfhaut kann das Ausfallen der Haare begünstigen.
Fazit und Tipps
Wie alles im Leben hat auch Trockenshampoo gute und schlechte Seiten. Hier geben wir dir ein paar praktische Tipps, wie du Trockenshampoo am besten verwendest:
- Trockenshampoo ist auf jeden Fall praktisch – zu viel davon kann aber dein Haar schädigen.
- Nutze Trockenshampoo nur gelegentlich und lass das Produkt nicht tagelang auf der Kopfhaut.
- Wenn du fettige Haare hast, binde sie lieber zu einem Zopf oder Pferdeschwanz.
- Greife eher zu Pulvern als zu Sprays, da diese seltener Alkohol enthalten und dadurch dein Haar weniger austrocknen.
- Trockenshampoo kannst du auch ganz einfach selbst herstellen. Dazu findest du jede Menge DIY’s im Internet.
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